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	<title>Vera Beutler, Autor bei Mama-Jobs.ch</title>
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		<title>Das neue Unterhaltsrecht &#8211; Echt jetzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 14:35:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Heirat ist für eine Frau keine Absicherung mehr. Bis zur Pensionierung sind Unterhaltszahlungen bei einer Trennung oder Scheidung vorbei, das sagt das Bundesgericht. Was es jetzt braucht, ist endlich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. «Mama, was schmierst Du Dir da eigentlich ins Gesicht?» «Antifaltencrème.» Kurz durchatmen, Nur<a class="moretag" href="https://blog.mama-jobs.ch/das-neue-unterhaltsrecht/"> Weiterlesen&#8230;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="font-size:24px" class="has-text-color has-black-color"><strong>Die Heirat ist für eine Frau keine Absicherung mehr. Bis zur Pensionierung sind Unterhaltszahlungen bei einer Trennung oder Scheidung vorbei, das sagt das Bundesgericht. Was es jetzt braucht, ist endlich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.</strong></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">«Mama, was schmierst Du Dir da eigentlich ins Gesicht?» «Antifaltencrème.» Kurz durchatmen, Nur noch ¾ Stunden, dann machen sich die Kinder auf den Schulweg. Ich bleibe zuhause, allerdings im HomeOffice, in normalen Zeiten wäre auch ich auf dem Arbeitsweg.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Diesen habe ich jeweils schnell nach dem Ende meines Mutterschaftsurlaubes wieder unter die Füsse genommen. Unter anderem deswegen, weil mich ein Kind nur von ihm selbst, aber nicht von anderen abhängig macht. Seit Studienabschluss finanziere ich mein eigenes Leben, seit der Geburt meiner Kinder deren Leben zur Hälfte mit. Dass das Bundesgericht mit seinen neuesten Entscheiden Ehefrauen und Mütter in die finanzielle Pflicht nimmt, könnte mich als unverheiratete erwerbstätige Mutter also gleich doppelt kalt lassen.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Tut es aber nicht. Denn genauso, wie ich gegen das Burkaverbot war, bin ich dagegen, dass das Bundesgericht den Frauen vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben. Und genau das hat das höchste Gericht getan. Jeweils fünf Männer haben die von einem (männlichen) Gerichtsschreibe  vorbereiteten fünf Urteile zum Unterhaltsrecht gefällt. In vier von fünf Fällen haben sie den Unterhalt fordernden Frauen erklärt, sie könnten in der (Hilfs-)Pflege arbeiten. Eine Frau war tatsächlich FaGe, die anderen hatten mit der Pflege aber mutmasslich so viel am Hut wie die Herren Bundesrichter mit der Kinderbetreuung. Ich wäre gespannt auf die Reaktionen gewesen, wenn fünf Bundesrichterinnen einem Informatiker nach einem mehrjährigen, familienbedingten Erwerbsunterbruch erklärt hätten, er könne ja in die Hilfspflege einsteigen.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Trotz der irritierenden Urteilsbegründungen sehen ich und mein Portemonnaie es mit gemischten Gefühlen, wenn gut und teuer ausgebildete Frauen zuhause bleiben und den beruflichen Anschluss verpassen. Die Arbeitgeberin, bei der ich während der Familiengründung beschäftigt war, war stolz auf ihre Frauenförderung. In finanzieller Hinsicht jedenfalls solange, als dass diese Frauen nicht Mütter waren, denn der Arbeitgeberbeitrag an die Kita war mit der Lohnhöhe verknüpft. Für etwas besser verdienende Kaderfrauen fiel der Beitrag weg. Mit der simplen Konsequenz, dass, als sich nach der Geburt meines Sohnesdie Kitakosten verdoppelt haben, in unserer Familienkasse am Ende des Monats weniger war, als wenn ich beruflich brav an Ort und Stelle getreten wäre. Dafür stiegen die Steuern zuverlässig mit jedem Karriereschritt. Man kann es drehen und wenden wie man will, wir Doppelverdienerpaare bezahlen diese Erwerbsunterbrüche oder Erwerbsaufgaben mit. Familie ist aber etwas so Urpersönliches, dass ich dazu bereit bin, denn jede soll ihr Familienleben so gestalten können, wie es für sie und ihre Kinder stimmt.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Nicht bereit bin ich allerdings, dieses Modell nach dessen Scheitern weiter zu finanzieren. Nach einer Trennung soll sich auch derjenige Partner, der seine Erwerbstätigkeit zugunsten der Kinder und auch zugunsten der Karriere des anderen Partners aufgegeben hat, möglichst selbst finanzieren. Abgesehen davon, dass dies unfair ist, da dieser Partner den jahrelangen Unterbruch in aller Regel nicht aufholen kann um wieder dasselbe Einkommensniveau wie während der Beziehung zu erreichen, ist dies unrealistisch. Eine Informatikerin wird in der Hilfspflege nur ausnahmsweise bestehen, ebenso wird eine Wirtschaftswissenschafterin in der Gastronomie in der Regel nicht ihre Erfüllung finden. Bei beiden besteht das Risiko, dass sie deswegen krank werden und / oder Sozialhilfe beziehen müssen. Denn wie ihre berufstätigen Partner hatten sie ihr Leben ursprünglich anders geplant, anders als ihre Partner spüren sie jedoch die finanzielle Konsequenz in aller Härte und ohne realistische Perspektive, etwas ändern zu können.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Wenn sich ein Paar für das Einverdienermodell entscheidet, weil es für sie so stimmt, ist das ok. Aber dann sollen beide Partner die Konsequenzen tragen, wenn die Beziehung scheitert. Diese Konsequenz lässt sich nicht in theoretisch einwandfreien Zweistufenmodellen rechnerisch definieren, wie es das das Bundesgericht akribisch getan hat. Denn die Realität ist komplexer und vielfältiger. Aber um das zu erkennen, bräuchte es vielleicht auch im Bundesgericht durchmischtere Teams. In der uniformen Besetzung jedenfalls hat das Bundesgericht nur vereinzelte gönnerhafte Ausflüge in die Realität unternommen und beispielsweise einer Ehefrau, die auf eine Erwerbstätigkeit zugunsten ihres Sohnes und der Repräsentationsbedürfnisse ihres schwerreichen und massiv älteren Mannes verzichtet hatte, in einer einfachen Milchbüechlirechnung erklärt, wie und dass sie ihren Lebensunterhalt mit einer Tätigkeit in der Hilfspflege künftig alleine stemmen kann.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color has-medium-font-size has-black-color">Aber vielleicht bin ich ja einfach nur neidisch, dass mir die Option der Repräsentativ-Frau gar nicht offen stand. Denn für eine Trophy-Wife fehlen mir die Eigenschaften, wie mir meine Tochter trocken erklärte: «Ich glaube, das steht nur auf der Packung so.»</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Kinder an die Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 17:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Lilith, ich weiss nicht, ob wir an Deinem Geburtstag ein Fest mit Götti, Gotte und Grosseltern machen können». Ein Satz, den wohl in den letzten Monaten so oder ähnlich viele Eltern ihren Kindern sagen mussten. Im Übrigen ist meine Familie aber in mehrfacher Hinsicht privilegiert: Wir haben die Möglichkeit viel<a class="moretag" href="https://blog.mama-jobs.ch/kinder-an-die-macht/"> Weiterlesen&#8230;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>«Lilith, ich weiss nicht, ob wir an Deinem Geburtstag ein Fest mit Götti, Gotte und Grosseltern machen können». Ein Satz, den wohl in den letzten Monaten so oder ähnlich viele Eltern ihren Kindern sagen mussten. Im Übrigen ist meine Familie aber in mehrfacher Hinsicht privilegiert: Wir haben die Möglichkeit viel Zeit draussen zu verbringen. Wir haben Respekt, aber keine Angst vor dem Virus. Wir können die getroffenen Massnahmen einigermassen einordnen und manchmal besser, manchmal schlechter, auch unseren Kindern vermitteln.  Natürlich hoffen wir deswegen, dass sie psychisch und emotional stabil durch die Pandemie kommen. &nbsp;</p>



<p><strong>Schulschliessungen auf Teufel komm raus</strong></p>



<p>Wir
brauchen hier nicht gross Hilfe vom Staat, ausser einer: Die Schulen für die
Kleinen müssen offen bleiben, solange es irgendwie geht. Gemäss x Initiativen
und wütender Tweets müssen zwar auf Teufel komm raus Schulschliessungen her. Wer
in einem Akt zivilen Ungehorsams seine Kinder trotz Schulpflicht nicht zur
Schule schickt, wird als Heldin gefeiert. Wie erwerbstätige Eltern eine
Schulschliessung stemmen sollen, ist ihnen überlassen. Zwar gibt es in einigen
Fällen Erwerbsersatz, aber erstens nicht für alle, zweitens ist auch ein
Erwerbsersatz nicht die Lösung für Eltern, die ihre Kinder schulisch nicht
unterstützen können und sowieso kann das das keine wochenlange Lösung für
tausende Familien sein. </p>



<p><strong>Wer
erwerbstätig ist, setzt falsche Prioritäten</strong></p>



<p>Schlussendlich
ist der Tenor: Wer arbeitet, hat selber schuld, so beispielsweise ein
Kommentarschreiber im Bund: «Ungeheuerlicher empfinde ich jedoch Eltern, welche
sich über die temporäre Vollzeitbetreuung ihrer Bälge echauffieren (…) In
solchen Fällen müsste dringend einmal die KESB überprüfen, welche Prioritäten solche
Eltern genau setzen.» Beliebt auch: Wenn ich das wuppen kann, sollen das
gefälligst alle anderen auch können. Dass nicht jeder Arbeitgeber HomeOffice
ermöglichen kann oder will, ist dabei nicht von Belang. Interessanterweise
kommen diese egozentrischen Aussagen genau von denjenigen, die den
Corona-Leugner*innen (zu Recht) mangelnde Solidarität vorwerfen. </p>



<p><strong>Bashing
und Falschmeldungen</strong></p>



<p>Schreibt
das BAG, dass Kinder nicht Treiber der Pandemie sind, wird reflexartig gebashed
dass die ohnehin keine Ahnung und anders als die Kolleg*innen in Deutschland
die neuesten Studien nicht gelesen hätten, zu faul oder mit der Pharmaindustrie
oder sonst mit der Wirtschaft verbandelt seien. Dass auch das Robert Koch
Institut unmissverständlich schreibt: «<a href="https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Praevention-Schulen.pdf?__blob=publicationFile">Kinder und jüngere Jugendliche sind
jedoch seltener betroffen als Erwachsene und nicht Treiber der Pandemie</a>», passt nicht in die
Argumentation und wird entsprechend ignoriert. Ich bin keine Ärztin, aber habe
doch schon den einen oder anderen komplexeren Text gelesen und verstanden. Dass
es namhafte Virolog*innen gibt, die Kinder als genauso ansteckend erachten,
gehört zum wissenschaftlichen Diskurs, macht aber die Aussagen von BAG und RKI
nicht einfach falsch. Wenn eine Pflegefachfrau medienwirksam behauptet, die
Stationen seien voll von an der neuen Mutation des Virus erkrankten Kindern, wird
das dankbar aufgenommen als weiteres Argument für Schulschliessungen. Dass das hingegen
schlicht eine <a href="https://www.bbc.com/news/uk-55518248">Falschmeldung</a> war, wird, richtig, ignoriert. Selbst die
Virologin Isabella Eckerle sagt übrigens im Interview mit SWR, dass es «<a href="https://www.swr.de/swr1/rp/virologin-isabella-eckerle-100.html">absolut
richtig sei</a>», dass die Schulen offen gehalten werden sollen.
Nicht weil sie es für erwiesen hält, dass Kinder keine Treiber seien, aber weil
sie über den wissenschaftlichen Gartenzaun schaut und weiss, dass in Kindern
auch eine Psyche wohnt.</p>



<p><strong>«Die»
Wissenschaft endet bei der Psyche der Kinder</strong></p>



<p>Die Erkenntnisse von Pädagog*innen und Kinderärzt*innen scheinen aber
für jene Schulschliessungsvertreter*innen, welche die mangelnde Würdigung «der»
Wissenschaft durch «die» Politik beklagen, irrelevant. Margrit Stamm,
Professorin für Erziehungswissenschaften, gab nach der Schulschliessung im
Frühling zu bedenken: «<a href="https://www.margritstamm.ch/blog/blog-uebersicht-bildung-und-erziehung/entry/die-lehren-aus-dem-lockdown.html">Neben
der fehlenden technischen Ausstattung hat manchen Eltern entweder die
Kompetenz, die Zeit oder das Interesse gefehlt, ihre Kinder beim Lernen zu
unterstützen. Hier ist das Homeschooling an seine Grenzen gestossen. Deshalb
ist zu erwarten, dass manche Schüler mit grösseren Defiziten als vorher wieder
zur Schule kommen. </a>» Ich bin zwar keine Pädagogin, lebe aber nicht in
einer Wohlstandsbubble und kann bestätigen: Das war so, bei uns hatten die
Klassenlehrerinnen aus gutem Grund gar nicht erst versucht, digitalen
Unterricht anzubieten. Die Prognose ist eingetroffen, die Defizite
erschreckend. </p>



<p>Der Direktor der Leipziger Klinik für Kinder und Jugendmedizin stellte trocken
fest: «<a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schulschliessung-corona-psychologische-auswirkungen-kinder-1.4987962">Wenn wir Kindern schaden wollen, dann sind Schulschließungen
sehr effektiv</a>». Ich bin nach
wie vor keine Ärztin, aber Mutter von Kindern, die in wild durchmischte Klassen
gehen und kann das ebenfalls bestätigen. All das fällt auch auf unsere Kinder
zurück. Und ja, ich gebe es zu, in diesem Sinne habe ich auch ein
urpersönliches Interesse daran, dass die Schulen offen bleiben. </p>



<p>Schulschliessungen schaden nicht allen, aber den meisten Kindern,
insbesondere solchen aus weniger privilegierten Familien. Sie bringen
erwerbstätige Eltern ans Limit, und wiederum sind hier jene im Tieflohnbereich
stärker betroffen. Es wäre für den Bundesrat natürlich am einfachsten, die
Schulen diskussionslos zu schliessen – die erwerbstätigen Eltern schauen dann
schon irgendwie selber. Ich wünschte mir hier Solidarität und hoffe, dass der Bundesrat
differenzierte Massnahmen beschliesst. Denn es gibt in der Pandemie nicht nur
Schwarz (Covidiot*innen) und Weiss
(Lockdown-bis-zum-Ende-der-Pandemie-Befürworter*innen). Sondern auch Grau in
vielen Schattierungen. Münzen wir diese in kreative und ganzheitliche Lösungen
um, werden wir an der Pandemie wachsen. </p>



<p>Die Kinder machen das schon mal vor. Lilith jedenfalls hatte kurz den
Mund verzogen, sehr schnell aber breit gegrinst: «So cool!» «Hä?» «Dann kann
ich endlich mal ein Geburtstagsfest im Sommer machen!».</p>
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		<item>
		<title>Kindergarten im Bundesrat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 08:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den Kindern geht dem Bundesrat die Puste aus «Ui. Da durfte eine Frau nicht 30 Pack WC-Papier kaufen und ist deswegen mit der ganzen Ladung ohne zu bezahlen aus dem Laden gerannt!» Meine Kinder schauten mich ungläubig an, wie so oft in der letzten Zeit. «Corona-Virus» ist der erste<a class="moretag" href="https://blog.mama-jobs.ch/kindergarten-im-bundesrat/"> Weiterlesen&#8230;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Bei den Kindern geht dem Bundesrat die Puste aus</h2>



<p>«Ui. Da durfte eine Frau nicht 30 Pack WC-Papier kaufen und ist
deswegen mit der ganzen Ladung ohne zu bezahlen aus dem Laden gerannt!» Meine
Kinder schauten mich ungläubig an, wie so oft in der letzten Zeit. «Corona-Virus»
ist der erste medizinische Fachbegriff, den sie kennen, nennen tun sie ihn
einfach das «doofe» Virus. Das «doofe» Virus hat uns im Griff, unsere Gedanken,
unsere Familie, unseren Job, unser Alltag. Wie viele andere arbeite ich mehr
als üblich, fahre im Übrigen aber hinunter: Kein Arbeitsweg, keine
Auswärtstermine, keine Verabredungen, keine Vereins- oder andere Sitzungen. </p>



<p>Der Bundesrat aber, der sitzt und beschliesst in einem Tempo, von
dem ich in meinen Zeiten als Juristin in der Bundeskanzlei nicht mal wusste,
dass es das gibt. Und er macht das gut, durchdacht, besonnen. Meistens. Ab und
zu mit ein paar Patzern, aber diese zu kritisieren ist einfach, wenn man selber
nicht die ganze Schweiz notfallmässig neu organisieren muss. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Eltern müssen zaubern</h2>



<p>Aber sobald es um Familien und Kinder geht, kann ich nicht mehr
guten Gewissens von Patzern reden. Angefangen hat es zwar nicht schlecht. Der
Bundesrat schloss die Schulen nicht, weil sonst die gefährdeten Grosseltern
einspringen würden. Aber dann schloss er die Schulen doch. Mit einer Vorlaufzeit
von einem Wochenende, an dem Eltern Ersatz für die gefährdeten Grosseltern aus
dem Hut zaubern durften. Das schien dem Bundesrat wohl aber doch irgendwie
selbst nicht ganz logisch. Er verpflichtete also die Kantone mit einem
dahingeworfenen Satz in der Verordnung, Betreuungsangebote für Kinder zu
schaffen. Nur falls der Zauberspruch nicht bei allen gut funktionieren sollte.
Noch schulpflichtige Kinder sollten gar nicht verzaubert werden, Kitas hatten &nbsp;offen zu bleiben. Nur wenn alle Betreuerinnen
und Betreuer krank seien, dürfe der Betrieb schliessen. Oder wenn die
zuständigen Behörden andere geeignete Betreuungsangebote vorsähen. Ob es sich
bei diesen Betreuungsangeboten um Kitas handelt, darüber schweigen sich die
Erläuterungen aus. So hat denn auch jeder Kanton irgendetwas gemacht, teilweise
wurden die Kitas ganz gesperrt. Bei Spielgruppen war die kantonale Kreativität
übrigens noch grösser: Einige Kantone sahen diese als – offen zu bleibende –
Betreuungsangebote, andere als – zu schliessende – Freizeiteinrichtungen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kitas ohne finanziellen Spielraum</h2>



<p>Schlussendlich durften jedenfalls fast überall nur noch in
systemrelevanten Berufen tätige Eltern ihre Kinder in die systemrelevanten Kitas
geben. Was in den Kitas zu exquisiten Privatbetreuungen führte. Die Eltern der
so exquisit betreuten Kinder wollten aber für diesen Luxus nicht doppelt und
dreifach bezahlen – was den übrigen Eltern die übliche Rechnung ins Haus
flattern liess. Die Freude über diese Post dürfte sich in Grenzen gehalten
haben. Die Kitas selbst müssen Miete und Löhne weiter bezahlen. Um die Gebühren
zu erlassen und auch nach der Pandemie noch zu existieren, fehlt den Kitas der
finanzielle Spielraum. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinder als Kantonssache</h2>



<p>Der Bundesrat hingegen reizt aktuell jeden finanziellen Spielraum
aus. Just bei Kindern ist ihm aber nicht mehr zum Spielen zumute. Das überlässt
er lieber den Kantonen, die sollen die Kitas und weitere Betreuungsangebote aus
der finanziellen Bredouille retten. Sogar die unterdessen wieder sitzenden
Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur des National- und Ständerates
rieben sich verwundert die Augen: Sie erinnerten den Bundesrat via <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203128">Motion</a> an die
volkswirtschaftliche Bedeutung der familienergänzenden Betreuung und forderte
ihn auf, sich finanziell an den Ertragsausfällen der Kitas zu beteiligen. Den
Bundesrat beeindruckte auch dieser Wink mit dem Zaunpfahl nicht: Spielgruppen
dienten ohnehin bloss der sozialen Integration und im Übrigen sind Kinder
Kantonssache, punkt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Logik als Opfer der Pandemie</h2>



<p>Dass dieses föderalistische Argument in der aktuellen
ausserordentlichen Lage nicht nur aus rechtlicher Sicht etwas lächerlich ist,
zeigt sich in unserem Alltag, wo der Bundesrat faktisch sogar den
WC-Papier-Kauf regelt. Ich selber schwanke zwischen drei Erklärungen: Entweder
hat der Bundesrat, mangels eigener Erfahrung, Kinder schlicht nicht auf dem
Radar. Oder er findet, dass die Eltern – oder besser gesagt die Mütter – sich
schon irgendwie durchwursteln werden. Oder aber der &nbsp;eine oder andere wird bewusst auf reaktionäre
Kantone zählen und sich insgeheim über jede finanziell ruinierte Kita freuen.
Denn das wird einige Mütter dazu zwingen, ihre Berufstätigkeit aufzugeben. Dass
die betroffenen Kinder nach der Pandemie auch noch damit werden umgehen müssen,
nicht in ihr geliebtes Umfeld zurückkehren zu können, ist dann wohl ein
Kollateralschaden. </p>



<p>Bei einer unmittelbar bevorstehenden Wirtschaftskrise sollten wir allerdings erwarten dürfen, dass die Mitglieder des Bundesrates nicht aus dem traditionellen Bauch heraus, sondern mit einer volkswirtschaftlichen Logik entscheiden. Logik aber ist aber eines der offensichtlichsten Opfer der Pandemie. Findet auch mein Sohn Fjonn (5), welcher ab der WC-Papier-Geschichte nur den Kopf schüttelte: «Hä? Warum das denn? Hat die Frau 30 Füdlis?»</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vaterschaftsurlaub nur für Weicheier?</title>
		<link>https://blog.mama-jobs.ch/vaterschaftsurlaub/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 21:58:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Elternzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterschaftsurlaub Schweiz 2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Einen Moment – ich muss nur noch kurz Papi schreiben, dass er die Wäsche in die Maschine tun soll.» Und dann wollte ich mein Handy auch wieder in die Tasche stecken und ganz bei den Kids sein. Mit Sicherheit hätte sich sonst im Park wieder jemand in all seinen bequemen<a class="moretag" href="https://blog.mama-jobs.ch/vaterschaftsurlaub/"> Weiterlesen&#8230;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch/vaterschaftsurlaub/">Vaterschaftsurlaub nur für Weicheier?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch">Mama-Jobs.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="blog-text">
<p>«Einen Moment – ich muss nur noch kurz Papi schreiben, dass er die Wäsche in die Maschine tun soll.» Und dann wollte ich mein Handy auch wieder in die Tasche stecken und ganz bei den Kids sein. Mit Sicherheit hätte sich sonst im Park wieder jemand in all seinen bequemen Vorurteilen bestätigt gefühlt: Diese jungen (naja, seien wir mal grosszügig) Mütter heutzutage. Hängen den ganzen Tag nur am Handy und tun nix. Und jetzt wollen die doch tatsächlich in ihrem Nixtun noch Gesellschaft. Denn sie wünschen einen Vaterschaftsurlaub</p>
<p>Wo immer ich im Folgenden einen * voransetze, habe ich das «Argument» aus dem «Argumentarium» des Referendumskomitees oder von den ins Rampenlicht geschubsten Exponentinnen oder aus den parlamentarischen Beratungen. Hier spricht die Realsatire für sich, und ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Also, los geht’s:</p>
<h4><span>* Der Mutterschaftsurlaub dient ausschliesslich der körperlichen Erholung.</span></h4>
<p>Die Mutter soll sich gefälligst selbstverantwortlich erholen, denn: *Es ist bedenklich, dass die Eigenverantwortung der Familie minimiert wird. Schliesslich haben es die *Urgrossmutter, die Grossmutter, die Mutter und die Ex-Frau auch ohne Staat geschafft. Stimmt schon, bereits in der Steinzeit hat es eine so dermassen grosse Zahl Frauen ohne Staat geschafft, dass die Menschheit heute noch existiert. Die Forderungen nach einem Vaterschaftsurlaub sind also neumodischer Luxus.</p>
<h4><span>* Der Vaterschaftsurlaub ist staatlich verordnete Freizeit.</span></h4>
<p>Zuhause bei den Kindern zu sein ist *Papiplausch. Sobald frau sich von den Strapazen der Geburt erholt hat, kann sie also auch pläuscheln. Jede Stay-at-home-Mum leistet sich den Luxus jahrelanger Freizeit. Das hat unser Land noch nicht in den Kollaps getrieben. Aber zwei Wochen Vaterschaftsurlaub, finanziert mit 0.06 zusätzlichen Lohnprozenten, das wird unserer Wirtschaft das Genick brechen.</p>
<h4><span>* Der Vaterschaftsurlaub zerstört die Konkurrenzfähigkeit der KMU.</span></h4>
<p>Deswegen stehen ja alle skandinavischen Länder mit ihrer langen und etablierten Elternzeit am wirtschaftlichen Abgrund. Oder war das andersrum? Jedenfalls kostet beispielsweise ein Medizinstudium die Steuerzahlenden über den Daumen gepeilt eine halbe Million Franken. Viel Geld dafür, wenn die Ärztin nach der Geburt ihres Kindes so lange zuhause bleibt, bis sie den beruflichen Anschluss verpasst hat. Ich jedenfalls möchte mich nicht von einer Chirurgin operieren lassen, deren praktische Berufserfahrung sich in den vergangenen Jahren auf das Verarzten aufgeschürfter Knie beschränkt hat.</p>
<p>Nun eben, diese versandeten Millionen – wenn man alle unfreiwillig zuhause bleibenden gut ausgebildeten Mütter einrechnet, wohl eher Milliarden – sind für das Referendumskomitee kein Problem. Denn tatsächlich geht es gar nicht ums Geld, sondern schlicht darum, das eigene Weltbild durchzustieren. <a href="https://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/83660/von-wegen-weichei-papa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Und in diesem Weltbild ist ein aktiver Vater ein schnullerlutschendes <span>Weichei</span></a><span></span><span></span><span></span><span></span>. Auch da geht nicht die Fantasie mit mir durch, das ist tatsächlich das Sujet der Kampagne. Das Argumentarium schliesslich zerstreut letzte Zweifel, ob ich das Sujet vielleicht doch falsch verstanden haben könnte:<span>&nbsp; </span></p>
<h4><span>* Der Vaterschaftsurlaub zwingt die Männer dazu, umsorgende Väter zu werden, die vermehrt Betreuungsaufgaben übernehmen. </span></h4>
<p>Ich kapiere im Moment nichts mehr, ist denn nun der Vaterschaftsurlaub Wellness auf Kosten der steuerzahlenden Bevölkerung oder muss der Vater im Urlaub anpacken? Die zuständige parlamentarische Kommission beruhigt jedenfalls: «Beim Vaterschaftsurlaub handelt es sich um ein Recht und keine Pflicht.» Also keine Angst, meine lieben Herren des Referendumskomitees: Sollten Sie (noch einmal) Vater werden, dürfen Sie während und nach der Geburt jederzeit wieder an Ihren Arbeitsplatz flüchten. Und meine lieben Damen des Referendumskomitees: Sollten Sie noch Kinder kriegen wollen, haben Sie nach wie vor das Recht, Ihr Kind selber zu stillen und den Vater Ihres Kindes auch vom Wochenbett aus zu betreuen.</p>
<p>Wir durften übrigens von – wenn auch im europäischen Vergleich mickrigen – einer beziehungsweise zwei Wochen Vaterschaftsurlaub profitieren. Und ich beziehungsweise Lilith kann bestätigen: Dieser Urlaub zerstört nicht jede Marotte eines Mannes. Lilith wies mich an, das Handy noch nicht einzupacken: «Mama, das reicht nicht. Du musst noch schreiben, dass er die Waschmaschine auch anstellen muss.»</p>
</div>
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		<title>Wenn die Krippe zu teuer ist um arbeiten zu gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 22:42:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Krippenkosten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was sind die Lösungsansätze damit sich das Arbeiten für beide Eltern lohnt. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="blog-text">
<p>«Lue, das isch en Träppe!» «Lilith, uf Bärndütsch seit mä nid Träppe!» Vielleicht, weil mein eigenes Berndeutsch unter mehr als 20 Jahren in der Innerschweiz gelitten hat, bin ich hier gar nicht tolerant. Glücklicherweise spricht meine Tochter aber meistens ein lupenreines Berndeutsch, sicherlich auch dank ihrer Kita- und Kindergartengspänlis: <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/fruehfoerderung-unesco-kommission-verlangt-einen-quantensprung-ld.1462625" target="_blank" rel="noopener noreferrer">«Was in den ersten drei Lebensjahren geschieht, hat wesentlichen Einfluss auf die spätere Bildung und das Leben eines Menschen»,</a> so die Schweizer Unesco-Kommission.</p>
<p>Hapert es bei den Eltern jedoch nicht nur am lokalen Dialekt, sondern können sie ihre Kinder, aus welchen Gründen auch immer, überhaupt nicht auf die Schule, ihre berufliche und soziale Zukunft vorbereiten, ist eine Kita also noch mehr Gold wert als sie dies für uns berufstätige Eltern und unsere Kinder ohnehin schon ist: Sie gibt den Kindern die Chance auf die gleichen Startbedingungen. Und wer erfolgreich in die obligatorische Schulzeit startet, hat grössere Chancen auf einen Abschluss, mit dem ein vom Staat und damit ein von unseren Steuern unabhängiges Leben möglich ist. Eigentlich eine einfache Rechnung&#8230;&nbsp;</p>
<h4><span>Erwerbstätigkeit kann sich nicht jeder leisten:</span></h4>
<p>Deren Resultat doch nur sein kann, dass Kitas ohne Wertediskussion staatlich finanziert sein sollten. Irrtum. Wir Eltern in der Schweiz finanzieren unsere Kitaplätze grösstenteils privat. Teuer sind dabei nicht die tiefen Löhne des Kitapersonals oder die angebliche Überregulierung. <a href="https://soziale-sicherheit-chss.ch/artikel/familienergaenzende-kinderbetreuung-neue-finanzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kaufkraftbereinigt sind diese Kosten nicht höher als jene in den Nachbarstaaten. Einsame Spitze ist aber der Privatanteil, den wir Eltern berappen.</a> Mein Partner und ich geben beispielsweise einen Betrag aus, mit dem wir uns jährlich einen neuen SUV leisten könnten. Ich kann das verschmerzen, ich habe eh keinen Fahrausweis. Andere aber dürften das mit weniger Humor sehen. Das Resultat ihrer Rechnung ist, dass sie sich die Berufstätigkeit beider Elternteile nicht leisten können: Die Kosten der Kinderbetreuung und die Steuerprogression fressen das zweite Einkommen mehr als auf.</p>
<p>Das scheint so gewollt zu sein. <a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-wbk-n-2019-02-22.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates sieht keinen unmittelbaren Handlungsbedarf bei der frühkindlichen Förderung</a> und beantragt eine entsprechende parlamentarische Initiative zur Abschreibung. Weitgehend als selbst zu bezahlende Privatsache sieht auch der Kanton Thurgau die Frühförderung an und will deswegen sogar die <a href="https://www.derbund.ch/schweiz/standard/schule-soll-nicht-mehr-in-jedem-fall-gratis-sein/story/26856182?track" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverfassung ändern lassen damit der Volksschulunterricht nicht mehr unentgeltlich ist</a>: Wessen Kind bei Kindergarteneintritt noch nicht anständig Deutsch kann, der soll den Deutschunterricht selbst bezahlen.</p>
<h4><span>Doch eigentlich gute Voraussetzungen:</span></h4>
<p>Abgesehen davon, dass die Leidtragenden die Kinder sind, die weder für ihre Eltern noch für die Politik was können: Wie absurd ist es denn, die Kosten der familienergänzenden Betreuung grösstenteils den Familien zu überlassen und diese Familien dann zu bestrafen, wenn sie sich diese Betreuung nicht leisten können? Immerhin hat derselbe Kanton Thurgau jüngst den Steuerabzug für die Kosten der familienexternen Betreuung vervielfacht. Dasselbe ist für die Bundessteuer geplant, eben hat <a href="https://www.watson.ch/schweiz/wirtschaft/231555516-mehr-steuerabzuege-fuer-kinder-so-will-der-nationalrat-familien-entlasten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Nationalrat den Steuerabzug für die externe Kinderbetreuung auf 25&#8217;000 CHF erhöht</a>. Aber nicht ohne Getöse von links und rechts: Den einen stiess sauer auf, dass von diesem Abzug auch Gutverdienende profitieren. Na danke schön. Wie soll bei so einer Logik der Anteil der Frauen in Kaderpositionen steigen? Die anderen beklagten die finanzielle Benachteiligung der Frau, die zuhause ihre Kinder betreut. Schlicht falsch, die Rechnung. Aber viel absurder: Wenn es dann darum geht, geschiedene Mütter zu unterstützen, die sich wegen des langen Erwerbsunterbruchs nicht selber finanzieren können, pocht dieselbe Seite auf die Selbstverantwortung.</p>
<h4><span>Die Krux der Selbstverantwortung:</span></h4>
<p>Selbstverantwortung ist eine gute Sache. Mit ideologischen Argumenten die Selbstverantwortung zu verunmöglichen, weniger. Selbstverantwortung kann nämlich nur übernehmen, wer eine echte Wahl hat. Die haben wir aber nicht, solange wir den Löwenanteil der familienexternen Kinderbetreuung privat finanzieren müssen.</p>
<p>Ich bin jedenfalls gespannt. Wir haben eben die Klassenliste für unsere zwei Kids erhalten. Die Namen bilden möglicherweise den ganzen Globus ab, aber offen gestanden müsste ich die Namen googeln um genau zu wissen woher diese stammen. Meine Tochter hat meine sprachliche Intervention übrigens nicht gross beeindruckt: «Allora. Questa è una treppa.»</p>
</div>
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		<title>Kinder per Kita App überwachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2019 08:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Kita App werden Eltern in Echtzeit über den Tagesablauf ihrer Kinder informiert. Neue Tools fordern Eltern, sich mit dem Bedürfnis nach Sicherheit und der Herausforderung die Kontrolle loslassen zu können auseinanderzusetzen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="blog-text">
<p>Lilith machte vor zwei Jahren bei der Kontrolle brav mit: «Welche Farbe siehst Du hier?» «Grün». Wie alt bist Du? «Vier». Welche Zahl siehst Du hier? «Acht». Unsere Kinder werden schon von klein auf gemessen, gewogen, die Daten fein säuberlich festgehalten und mit dem Durchschnitt verglichen. Selbstverständlich ist diese medizinische Versorgung durch hochqualifizierte Fachkräfte ein Privileg, welches ich nicht missen möchte.</p>
<p>Aber irgendwie ist die Sache ausser Kontrolle geraten. Wir wollen nicht mehr nur wissen, ob sich unsere Kinder gesund entwickeln. Nein, wir wollen jedes Detail über, von und im näheren oder weiteren Zusammenhang mit unserem Kind kennen und kontrollieren. Da reicht es nicht, wenn die Kita-Frau am Abend über den Tag mit dem Kind informiert. Nein, all diese Informationen <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/ein-push-bei-jedem-pupser/story/13208195">erhalten Eltern seit neuestem via Kita App in Echtzeit</a>. Ich stelle mir das gerade vor: Ich präsentiere mein neues Konzept – da vibriert mein Handy mit der Information, dass Fjonn gerade auf dem Klo war. Oder ich sitze in einem Mitarbeitergespräch und auf meinem Handybildschirm blinkt die Nachricht, dass sich Lilith mit einem anderen Kind über einen Strohhalm gezankt hat.</p>
<h4><span>Kita App liefert laufend Informationen</span></h4>
<p>Das Angebot stösst auf reges Interesse. In der Kita, welche die App testet, haben alle Eltern mitgemacht. Vor ein paar Jahren hätte ich das wohl auch. Die Kaderfrau mit der eben fertig geschriebenen Doktorarbeit hatte nämlich von den kleinen temperamentvollen Menschlein und dem Umgang mit ihnen nicht die leiseste Ahnung. Also hat sie alle verfügbaren Informationen aufgesaugt, um alles perfekt zu machen. So schien mir ein altes Papa Moll Buch nicht mehr so ganz pädagogisch wertvoll und ich habe die Geschichte beim Erzählen in Echtzeit angepasst. Fjonn, damals 2, hat sich das eine Weile angehört, sich dann resolut den pädagogisch ebenfalls nicht wertvollen Nuggi aus dem Mund gezogen und genervt gesagt: «Mama, jetzt erzähl einfach die Geschichte».</p>
<p>Er hat mich überzeugt – heute würde ich jedenfalls dankend auf eine solche Überwachungsapp der Kita verzichten, böte sie denn eine solche an. Passierte meinen Kindern etwas Schlimmes, erführe ich das sowieso und liesse jedes Konzept liegen und jeden Mitarbeiter stehen. Stuhlgänge und Strohhalme können aber bis zum Abend warten. Einmal hatte Lilith die glorreiche Idee, sich eine ungeniessbare Beere von einem Strauch zu pflücken und sich in den Mund zu stecken. Die Betreuungsperson handelte rasch: Sie rief Tox Info an, notierte sich deren Auskunft und informierte mich am Abend über Beere und ärztlichen Hinweis. Kind gesund, Job erledigt, alles gut.</p>
<h4><span>Kontrolle ist gut, Loslassen können auch</span></h4>
<p>Ich vertraue darauf, dass es meinen Kindern auch an anderen Orten als bei mir an der physischen oder digitalen Hand gut geht. <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/eine-solche-app-erzieht-zur-abhaengigkeit/story/17490982">Und genau darin liegt unsere Chance, trotz und wegen unserer Kinder im Beruf durchzustarten</a>. Loslassen bleibt natürlich eine ständige Herausforderung &#8211; mir macht es schon Bauchweh wenn ich daran denke, dass bald beide Kids ihren Kindergarten &#8211; und Schulweg unter die eigenen, immer grösser werdenden, Füsse nehmen. Nicht nur uns, sondern auch unseren Kindern tun wir aber einen Gefallen, wenn wir uns dieser Herausforderung stellen. Denn auch sie wollen nicht ständig überwacht werden. Weder per Kita App noch per Smartwatch noch per Elterntaxi.</p>
<p>Mit der Zeit wurde es Lilith übrigens auch bei der Vierjahreskontrolle zu blöd. Auf die Frage des Kinderarztes, wie viele Kinder sie auf dem Bild sehe, hat sie geseufzt, die Schultern gezuckt und gemeint: «Ganz viele».</p>
<p><a href="https://jobsfuermama.ch/search/#results/5c6c74f3fb8089702be4185b?page_num=1&amp;kw="><img decoding="async" class="alignnone" src="https://jobsfuermama.ch/wp-content/uploads/2018/09/CTA_Jobs-die-zur-Dir-passen.png" alt="Job für Mama CTA" width="2480" height="271"></a></p>
</div>
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		<title>Teilzeit macht Väter unglücklich und Windeln wechseln Mütter happy</title>
		<link>https://blog.mama-jobs.ch/teilzeit-macht-vaeter-ungluecklich-und-windeln-wechseln-muetter-happy/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 09:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Studie mit dem «brisanten» Befund, Teilzeitarbeit mache Väter unglücklich, sorgte diesen Sommer für mediale Aufmerksamkeit. Jetzt entpuppt sich die Studie als falsch. Wirkung zeigt sie dennoch, indem sie den Trend zu einer «Politik der Blockade» in Sachen Vereinbarkeit weiter vorantreibt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch/teilzeit-macht-vaeter-ungluecklich-und-windeln-wechseln-muetter-happy/">Teilzeit macht Väter unglücklich und Windeln wechseln Mütter happy</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch">Mama-Jobs.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="blog-text">
<p>Lilith steht kopfschüttelnd neben ihrem Papi: «Ich mach das. Du hast Fjonn wieder meine Kleider angezogen.» Zum Glück arbeitet Papi 100%, sonst wäre nicht nur Fjonn ständig falsch gekleidet, sondern Papi auch unglücklich. Das behauptet jedenfalls Martin Schröder, der im Juli brisantes Datenmaterial zur Zufriedenheit von Schweizer Teilzeitarbeitenden präsentiert hat: «Väter werden rapide unglücklicher, je stärker sie ihr Pensum reduzieren. <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Teilzeitarbeit-macht-Vaeter-ungluecklich/story/21102956">Teilzeitarbeit macht Väter unglücklich</a>.»</p>
<p>Der Appell, Männer Männer bleiben zu lassen, folgt auf Fuss: «Man sollte Männer nicht gegen ihren Willen aus der Erwerbsarbeit hinaus- und in die Familienarbeit hineindrängen, ausser man ist bereit, eine Verringerung ihrer Lebenszufriedenheit in Kauf zu nehmen.» Dabei kontert Schröder nicht etwa die Forderung nach einer zwingenden Teilzeitquote für Männer, sondern spricht sich auch gleich gegen einen obligatorischen Vaterschaftsurlaub aus. Nun, wenn ein paar Wochen zuhause mit dem Kind einen Vater unglücklich machen, hat der möglicherweise ein tiefer liegendes Problem.</p>
<p>Ein tiefer liegendes Problem habe ich mit der ganzen Studie. «[W]er wie ich mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels arbeitet, kann in der Tat verlässliche Aussagen dazu liefern, wie zufrieden die Menschen mit ihrem Leben sind», verkündet Herr Schröder. Wie verlässlich die Aussagen sind, zeigt ein <a href="https://www.infosperber.ch/Medien/Bestatigt-Teilzeit-Vater-sind-nicht-unzufrieden">Bericht des infosperber</a>: Die Studie unterscheidet nicht, ob die Väter freiwillig oder nicht freiwillig Teilzeit arbeiten. Dass nun aber jemand, in dessen Betrieb Kurzarbeit gilt, nicht sonderlich glücklich ist, ist nicht weiter erstaunlich und dürfte eher weniger mit der so furchtbaren Familienarbeit zu tun haben. Die bereinigten Ergebnisse lassen denn auch den Schluss zu, dass, Überraschung, Teilzeit arbeitende Väter nicht unglücklicher sind als Vollzeit arbeitende Papis. So. Das hätten wir geklärt.</p>
<p>Nicht geklärt haben wir aber, warum es aktuell so beliebt zu sein scheint, das Rad in Sachen Vereinbarkeit bis zum Anschlag zurückzudrehen. Bisher hat sich noch jede ach so brisante Studie, welche «bewiesen» hat, dass sich Papi im Büro und Mama beim Windeln wechseln am wohlsten fühlt, beim genaueren Hinsehen als im besten Fall unterhaltend erwiesen. Ein bisschen Unterhaltung ist ja auch nichts Schlimmes. Schlimmer finde ich, dass diese Studien und die Berichterstattung zu einer Grundstimmung beitragen, die schon fast verschwörerische Züge annimmt: Frauen würden nur widerwillig und wegen des gesellschaftlichen Druckes auswärts arbeiten gehen, da sie eigentlich lieber zuhause bleiben würden. Eine nette Dame aus meinem Umfeld hat mich denn auch mal ganz im Vertrauen gefragt, wem ich durch meinen Job denn etwas beweisen möchte – aus tiefstem Herzen wüsste ich doch, dass ich eigentlich lieber zuhause bei den Kindern bleiben würde.</p>
<p><a href="https://jobsfuermama.ch/search/#results/5b8cfc0e95a0872e6f50ce71?page_num=1&amp;kw="><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone" src="https://jobsfuermama.ch/wp-content/uploads/2018/09/CTA_Jobs-die-zur-Dir-passen.png" alt="Call to action im Beitrag Studie Teilzeit macht Väter unglücklich" width="2480" height="560"></a></p>
<p>Ich glaube es ist diese Grundstimmung, die in Sachen Vereinbarkeit zu einer <a href="https://jobsfuermama.ch/die-seltsame-moral-der-kitapolitik-der-schweiz/">Politik der Blockade</a> führt: Es wird gestöhnt über zu hohe Steuern – gleichzeitig bleiben hochqualifizierte Frauen zuhause und wir können uns die Millionen von Steuergeldern, die deren Ausbildung gekostet haben, ans Bein streichen. Diejenigen, für die jegliche Quote des Teufels ist, klagen über die «verweiblichte» Volksschule. Unsere Herren Bundesräte, <a href="https://www.blick.ch/news/politik/das-meint-blick-politik-chefin-serm-n-faki-zum-vaterschaftsurlab-dieser-entscheid-ist-windelweich-id8448235.html">für die bekanntlich ein Tag Vaterschaftsurlaub ausreicht</a>, legen die schon faltige Stirn in noch mehr Falten, wenn sie wieder einmal den Fachkräftemangel feststellen. Und für wen Teilzeitarbeit die Männer ins Verderben führt, sind die erschöpften berufstätigen Mütter wahrscheinlich Beweis dafür, dass Frauen zu wenig belastbar sind für die Berufswelt.</p>
<p>Das alles erinnert mich an meine Kinder, die ihre Sachen nach Gebrauch wahlweise in eine Schublade stopfen oder unter das Bett pfeffern und sich dann immer wieder neu wundern, dass sie nichts mehr finden. Es gibt sicher irgendeine entwicklungspsychologische Erklärung für dieses Verhalten. Vielleicht ja auch für die Entscheide in Politik und Gesellschaft. Ich habe aber leider nicht Psychologie studiert und werde sie deswegen wohl nie verstehen. Lilith hat es auch aufgegeben, ihrem Papi den Unterschied zwischen ihren und Fjonn’s Kleidern erklären zu wollen: «Ich glaube, Männer haben einfach ein bisschen ein Durcheinander im Kopf.»</p>
</div>
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		<title>Wie die Bundesratswahl die externe Kinderbetreuung beeinflusst</title>
		<link>https://blog.mama-jobs.ch/bundesratswahl-und-kinderbetreuung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2018 07:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was die bevorstehende Bundesratswahl mit unserem zukünftigen Familien- und Arbeitsalltag zu tun hat? Die Antwort ist: viel. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch/bundesratswahl-und-kinderbetreuung/">Wie die Bundesratswahl die externe Kinderbetreuung beeinflusst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch">Mama-Jobs.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Manchmal erzählt Lilith die Gutenachtgeschichte, in freier Interpretation: «Das ist Fjonn. Und das ist Papi.» Ich bin etwas irritiert: «Aber Lilith, das ist doch eine Frau?» Lilith kümmert das wenig. Ebenso wie Fjonn, der sich gerne am Kleiderschrank seiner Schwester bedient: «Ist doch gemein, dass nur Lilith Röckli hat!» Krallt sich ein Kleid, zieht es an – und trägt es den ganzen Tag lang. Wären wir Erwachsenen so unvoreingenommen wie Kinder, es würde keine Rolle spielen, dass in der obersten Etage der Schweizerischen Eidgenossenschaft nur zwei Frauen sitzen. Und vielleicht, nach dem absehbaren Rücktritt von Doris Leuthard, bald nur noch eine. Was hat nun die bevorstehende Bundesratswahl mit unserem zukünftigen Familien- und Arbeitsalltag zu tun? Viel. Denn die jetzige Landesregierung hat damit herzlich wenig zu tun, wie mir jede Steuerrechnung zeigt. </span></p>
<h4><big>Die Wahrheit hinter der Steuerrechnung</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Wir dürfen grosszügige 13&#8217;000.- Franken unserer Kinderbetreuungskosten bei der Bundessteuer abziehen. Blöderweise kostet uns die Betreuung unserer Kinder pro Jahr über 50&#8217;000.- Franken. Und nein, in unserer Kita wird weder Frühchinesisch noch Schach für Hochbegabte angeboten noch hat sie 24 Stunden geöffnet. Unsere Kinder werden auch nicht 5 Tage die Woche extern betreut, und wir müssen nicht eine ganze Kita für uns mieten, denn wir haben nur zwei Kinder. </span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Im Kanton Zürich wird das Ganze noch absurder. <a style="color: #3679ba;" href="https://nzzas.nzz.ch/schweiz/kanton-zuerich-bittet-kitas-zur-kasse-ld.1385241?reduced=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dort hat das Steueramt eben entschieden, Kitas als gewinnorientiert einzustufen und zu besteuern</a>. <a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/zuerich/zuercher-lex-fifa-wird-wohl-scheitern-ld.1378869" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das gleiche Steueramt hat aber kein Problem, den milliardenschweren Weltfussballverband FIFA als gemeinnützig zu betrachten </a>und ihn nicht wie eine normale Kapitalgesellschaft zu besteuern. Dass etwas falsch läuft, findet übrigens auch unser Finanzminister im Bundesrat. Er möchte die Steuerbelastung von Konkubinatspaaren mit Kindern noch ein bisschen erhöhen <a style="color: #3679ba;" href="https://www.watson.ch/Schweiz/articles/806929930-Statt-der---Heiratsstrafe---kommt-jetzt-die----Konkubinatsstrafe--" target="_blank" rel="noopener noreferrer">damit er den Steuerabzug von Einverdienerehepaaren finanzieren kann</a>. Mit der unfreiwillig komischen Begründung, dass bei Konkubinatspaaren nicht definierbar sei, wann diese in ihrer Gefestigtheit an eine Ehe herankommen. Weil nicht etwa ein Kind, sondern eine staatliche Registrierung eine Beziehung festigt. Und wenn dann doch ein Kind da ist, dann muss halt ein Elternteil aufhören zu arbeiten. Jedenfalls <a style="color: #3679ba;" href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-70768.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist der Bundesrat gegen die Verlängerung des Impulsprogramms für die Schaffung von Kitaplätzen</a>. </span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Wer nicht wirklich gerne arbeitet, verzichtet mit Kindern nach einer einfachen Rechnung schnell einmal darauf, ihre durch Steuergelder finanzierte Ausbildung auch einzusetzen und im Beruf zu arbeiten. Das ist das Recht jeder Frau und jedes Mannes. Ökonomisch sinnvoll ist es aber nicht. Und es erhöht damit die Steuerlast eines jeden von uns.</span></p>
<h4><big>Realitätsfern</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das scheint bei unserer Landesregierung nicht angekommen zu sein. Sie fühlt sich wohl darin, immer alles beim Alten zu lassen. Aus der Komfortzone holen kann den Bundesrat nur, wer ihn auf den Boden des heutigen Lebens bringt. Dafür braucht man eine Aussenperspektive, und die haben Frauen im Bundesrat bekanntlich zwangsweise. Eine Frau wurde 2006 in den Bundesrat gewählt. Diese Frau hat dann schnell festgestellt, dass Kinder auch Väter haben und die Väter ihre neugeborenen Kinder vielleicht auch ein paar Tage sehen möchten. <a style="color: #3679ba;" href="https://www.blick.ch/news/schweiz/ohrfeige-fuer-leuthard-id124315.html">Sie wollte deswegen für ihre Mitarbeiter einen Vaterschaftsurlaub von fünf Tagen einführen. Ihre Kollegen liessen sie auflaufen und pfiffen sie zurück</a>. Mit der lustigen Begründung, sie wollten keinen Wettlauf unter den Departementen. Bundesrätin Doris Leuthard hat sich später dann doch durchgesetzt, in zwei Schritten wurde der Vaterschaftsurlaub in der Bundesverwaltung gar auf zehn Tage erhöht.</span></p>
<h4><big>Bevorstehende Bundesratswahl</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Unterdessen sind die Herren Bundesräte wieder fast unter sich und konnten so im Oktober die <a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/schweiz/bundesrat-lehnt-vaterschaftsurlaub-ab-ld.1322597" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative für einen 20-tägigen allgemeinen Vaterschaftsurlaub gemütlich beerdigen</a>– sie brauchten ihn ja nicht, ihre Frauen haben sich auch ohne sie um den Nachwuchs gekümmert. Nein, mit unserer Zukunft hat dieser monochrome und monodenkende Bundesrat nichts zu tun. <a style="color: #3679ba;" href="https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Drei-Frauen-sollen-es-wieder-sein/story/11710347" target="_blank" rel="noopener noreferrer">«Mittlerweile», so die Präsidentin der CVP-Frauen Babette Sigg, «sollte jede und jeder verstanden haben, dass auch zwei Bundesrätinnen nicht reichen». </a>Ich jedenfalls habe es verstanden.</span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Lilith auch. Sie hat sich meine Zeitung gegriffen, aber schnell wieder gelangweilt weggelegt: «Ach, da sind doch immer nur Bilder von alten Männern drin». Die Wimmelgeschichte regt ihre Fantasie jedenfalls mehr an: «Das ist Papi, der eine Frau ist.»</span></p>
<p><a href="https://www.jobsfm.ch/workshops/"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-64171 size-full" src="https://jobsfuermama.ch/wp-content/uploads/2018/05/Banner-Workshop.png" alt="Banner Workshop Auftrittskompetenz für speziell Frauen in Zürich" width="2480" height="560" /></a></p>
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		<title>Equal Pay Day &#8211; Frauen arbeiten die ersten 39 Arbeitstage gratis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2018 09:42:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Equal Pay Day 2018 fällt auf den 24. Februar. Bis zu diesem Tag müssten Frauen in der Schweiz über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, um denselben Vorjahresverdienst wie ihre männlichen Kollegen zu bekommen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">«Mama. Wenn Papi Dir den Rücken massiert, musst Du ihn aber bezahlen!» Lilith schaut entschlossen. «Wie viel? 5 Rappen?»</span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Ich weiss nicht, ob hier Liliths grosselterlicher Migrationshintergrund hervorblitzte – sind doch für Schweizerinnen und Schweizer Gespräche über Lohn in der Unanständigkeitsskala ganz weit oben. <span id="more-46954"></span>Sites für Expats warnen eindringlich davor über den Lohn zu sprechen, wenn man in der Schweiz noch Freunde finden will. Dieses Schweigen ist ja auch ganz praktisch: So müssen wir auch über die Tatsache, dass Frauen <a style="color: #3679ba;" href="http://www.equalpayday.ch/">bis zum 24. </a><a style="color: #3679ba;" href="http://www.equalpayday.ch/">Februar gratis arbeiten</a> – oder anders ausgedrückt, dass frau 2018 in der Schweiz 39 Arbeitstage länger arbeiten muss, um auf den gleichen Lohn wie ein Mann zu kommen – nicht ernsthaft reden. Man kann ein paar Allgemeinplätze von sich geben wie «Selber schuld, wenn Frauen Tieflohnberufe ergreifen» oder «Frauen verhandeln halt nicht» oder verschiedene Variationen von «Frauen schiessen sich mit Teilzeit selbst ins Aus». Nur: Wiederholter Quatsch bleibt Quatsch.</span></p>
<h4><big>Massnahmen für Lohngleichheit</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Ob dies auch im Parlament angekommen ist? Immerhin hat die ständerätliche Kommission vor einigen Tagen beantragt, der Revision des Gleichstellungsgesetzes zuzustimmen. Damit sollen Unternehmen mit 100 oder mehr Angestellten – ganze 0.85 % der Unternehmen – verpflichtet werden, über den Lohn ihrer Angestellten zu reden: Sie sollen eine Lohngleichheitsanalyse durchführen. Nette Kosmetik. Unnötige Kosmetik, sagen immer noch einige Politiker. Diese behaupten &#8211; ich selbst behaupte, wider besseres Wissen – <a style="color: #3679ba;" href="https://www.derbund.ch/schweiz/standard/Kampf-gegen-ungleiche-Loehne-stoesst-auf-Widerstand/story/31994387">die Unternehmen würden sich aus eigenem Antrieb für die Lohngleichheit engagieren</a>. Eine Kosmetikerin EFZ hat übrigens ein Anfangsgehalt von etwa 2600.- monatlich. Zum Vergleich: ein Maler EFZ gut 4200.- monatlich.</span></p>
<h4><big>Lohnungleichheit entsteht nicht erst im Verlauf des Erwerbslebens, sondern bereits zu Beginn</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Nun, gehen wir mal davon aus, dass diese sanfte Vorlage durchkommt. Wie weiter? Gar nicht, wie eine weitere Aussage vermuten lässt. Wenn es denn die Lohnungleichheit überhaupt gäbe, dann liege die Ursache bei den Frauen – <a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/mehr-einsatz-liebe-frauen-1.18570275">diese verhandelten halt nicht über ihren Lohn</a>. Frauen sind also schlicht zu schwach für den männerdominierten Arbeitsmarkt und können sich von Anfang an nicht durchsetzen. Dies könnte in der Tat einen Teil der rund 8 Prozent Gehaltsunterschied erklären, welche nicht mit Dienstjahren, Beschäftigungsgrad und Bildungsstand zu «rechtfertigen» ist. Auch wenn es natürlich wieder mal nicht so einfach ist, wie sich das einige Herren und leider auch einige Damen vorstellen. Wer als Mann um den Lohn verhandelt, wirkt selbstbewusst. Wer als Frau dasselbe tut, wirkt arrogant und überschätzt sich selbst. Den Job deswegen vielleicht gar nicht zu bekommen, ist nunmal auch nicht gerade lukrativ. Eine Pharmaassistentin EFZ verdient im ersten Anstellungsjahr übrigens etwa 4000.-. Ein Informatiker EFZ ungefähr 4600.-.</span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Und dann die sich immer wiederholende Geschichte von der «Teilzeitfalle». Dass es vor allem Mütter sind, die mit dem Mutterwerden einen Karriereknick durchmachen, ist diesen Müttern ganz selbst zuzuschreiben. Die sind einfach zu blöd um zu begreifen, dass Arbeit nur dann wertvoll ist, wenn sie in Vollzeit erledigt wird. Nett in diesem Zusammenhang die Aussage einer anonymen «58 – jährigen Abteilungsleiterin» in der Sonntagszeitung des letzten Sommerlochs: «<a style="color: #3679ba;" href="https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/Das-denkt-Ihr-Chef/story/20035250">Die jungen Frauen erlebe ich generell als kecker als die jungen Männer. Nur beunruhigt mich ihre Lebensplanung: Bevor viele dieser talentierten Frauen überhaupt 30 sind, reden sie schon von einem Teilzeitpensum wegen der Kinder, die sie noch gar nicht haben, wie wenn sie sich die Familienarbeit nicht mit ihrem Partner aufteilen könnten</a>.» Was genau soll denn das bedeuten? Dass die Fähigkeit zum vorausschauenden Denken was Schlechtes ist? Dass eine gute Berufsfrau nur sein kann, wer kein anderes Leben ausserhalb des Jobs hat? Das Stupide ist doch nicht, dass Mütter Teilzeit arbeiten wollen. Das Stupide ist doch vielmehr, dass Väter nicht Teilzeit arbeiten wollen und / oder können. Zahlen zu dem Anfangsgehalt einer Fachfrau Betreuung Kleinkinder EFZ (Kitafrau) sind übrigens schwierig zu finden, in Bern wird ein Anfangsgehalt von gut 4400.- empfohlen. Ein Maurer EFZ verdient im ersten Anstellungsjahr etwa 4700.-.</span></p>
<h4><big>Lohntransparenz zwischen den Geschlechtern &#8211; und Branchen</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">In Realität alles etwas komplizierter, als einfach den Müttern die Schuld am Pay Gap in die Schuhe zu schieben und das Thema abzuhaken. Also &#8211; reden wir weiter darüber: Warum wird in der Schweiz so ein Theater schon nur um die Lohntransparenz gemacht, wenn es Island gleich für illegal erklärt, ungleiche Löhne zu bezahlen? Warum müssen wir im Jahr 2018 noch darüber reden, dass Frauen sich schlecht verkaufen? Warum müssen wir uns dafür rechtfertigen, dass wir Kinder erziehen und die entsprechenden Kompetenzen in den Beruf einbringen? Oder eben: Warum verdient, wer ein Gesicht verschönert, weniger, als wer eine Wand auffrischt? Warum leistet weniger, wer kranken Menschen Linderung verschafft, als wer kranke Computer wieder zum Funktionieren bringt? Warum ist es weniger wert, Kindern beim Wachsen zu helfen, als Mauern wachsen zu lassen?</span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Aber nur fragen allein reicht nicht allen. Einige Frauen schleichen sich still und heimlich in «Männerberufe», ohne dass das jemand merkt. So soll es beispielsweise seit neuestem mehr Malerinnen als Maler geben. Und: Bis jetzt hat sich in diesem Beruf die These «<a style="color: #3679ba;" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/equal-pay-day-mehr-frauen-weniger-durchschnittslohn-a-1082462.html">Durchschnittslohn sinkt, wenn Frauenanteil steigt</a>» nicht bewahrheitet. Meine Tochter hat für ihren Papi übrigens dessen Zielgehalt kurz überschlagen. Und dann zu meiner Verhandlungsbasis gemeint: «Nein, das ist zu viel».</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Schweiz braucht keine Kinder und keinen Vaterschaftsurlaub</title>
		<link>https://blog.mama-jobs.ch/die-schweiz-braucht-weder-vaterschaftsurlaub-noch-kinder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Beutler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2017 11:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen und Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was bei unseren europäischen Nachbarn als Standard gilt, führt in der Schweiz zu heftigen Diskussionen. Ist "Kein Vaterschaftsurlaub" überhaupt noch zeitgemäss?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">«Lilith! Fjonn! Ihr seid zwei kleine Nervensägen!» Die beiden Goldstücke sitzen auf dem Sofa und treiben mich wieder mal zur Weissglut. Bis jetzt habe ich immer gedacht, die nervigen Phasen seien vorübergehend und primär mein Problem. Seit ein paar Tagen weiss ich aber, dass meine Kinder ein nachhaltiges Problem für die Schweiz, ja für die ganze Welt sind. &nbsp;Zurückzuführen ist dies auf meinen nicht durchdachten, verantwortungslosen und egoistischen Entscheid, sie zu bekommen. Das jedenfalls ist das Fazit eines jüngst erschienenen Kommentars zum Vaterschaftsurlaub mit dem sinnigen Titel «<a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/meinung/kinder-sind-ein-ego-projekt-ld.1329040">Kinder sind ein Ego-Projekt</a>» in der NZZ. Anlässlich der aktuellen Debatte um den Vaterschaftsurlaub hat uns die Autorin verdankenswerterweise darüber aufgeklärt, dass die Schweiz keine Kinder mehr braucht. Deswegen sollten jegliche Anreiz, noch welche zu bekommen, sinnvollerweise ausgemerzt werden. Tja, da meine Kinder nun mal halt schon da sind, habe ich ein paar Argumente im Artikel etwas näher angeschaut.</span></p>
<h4><big>Argument 1: Kinder als Projekt</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das erste Argument: Eben, Kinder sind ein Projekt. Dazu noch ein Egoprojekt: «Kinder aufzuziehen, kann unbestreitbar viel Freude bereiten. Aber Eltern sollten sich Rechenschaft darüber ablegen, dass sie diese Freude vorab sich selber machen». Und dieses Projekt – gemäss Wikipedia übrigens ein «zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gesteuerten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird – soll gefälligst genau geplant werden, um mit den Gören und Jungs dann niemanden zu stören und zu belasten. Als Beispiel für diese Belastung bringt die Autorin ausgerechnet die hohe Sozialhilfequote von alleinerziehenden, jungen Müttern. Das ist absurd: Indem alles, was berufstätige Eltern unterstützt, also auch der Vaterschaftsurlaub, abgelehnt wird, treibt man doch die alleinerziehenden Mütter genau in die Armutsfalle!</span></p>
<h4><big>Argument 2: Kinder kosten die Gemeinschaft mehr, als sie ihr etwas bringen</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das zweite Argument, mit Bezug auf einen «bekannten» &#8211; oder anders gesagt provokativen und deswegen gerne zitierten – Ökonomen: «Rein finanziell betrachtet kostet ein Kind die Gemeinschaft im Durchschnitt also mehr, als es ihr bringt». Ja Kunststück, wenn Tausende gut ausgebildeter Frauen gar nicht oder nur mit einem Minipensum in den Beruf zurückkehren. Was hier Abhilfe schafft, neben einer ausgebauten und finanziell stemmbaren familienexternen Betreuung: Vaterschaftsurlaub. <a style="color: #3679ba;" href="https://www.economist.com/blogs/economist-explains/2015/05/economist-explains-18">Der führt laut der britischen Zeitung „The Economist“ nämlich dazu, dass sich Väter mehr für die Kinder verantwortlich fühlen, was es wiederum den Müttern erlaubt, sich im Job mehr zu engagieren</a>. Wer also gegen die finanzielle Förderung der Vereinbarkeit argumentiert, kann nicht ernsthaft behaupten, er denke ökonomisch.</span></p>
<h4><big>Argument 3: Überbevölkerte Schweiz</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das dritte Argument: Die Schweiz sei eh schon überbevölkert. Ja, natürlich, die Bevölkerungszahl wächst. Die Geburtenziffer auch. Sie ist aber noch weit entfernt von der Zahl die notwendig ist, um die Bevölkerung zu erhalten. Das ist nicht weiter tragisch, da dies durch Immigration aufgefangen werden kann und wird. Nur, wie viel Sinn macht es, in der Schweiz auf Wunschkinder zu verzichten, wenn in anderen Ländern Frauen noch so gerne weniger Kinder hätten, dies aber mangels Bildung und mangels Zugang zu Verhütungsmittel nicht durchsetzen können? <a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/international/demografie-in-afrika-weniger-kinder-mehr-wachstum-ld.1308410">Dass eine bessere Bildung die Geburtenrate in Ländern mit einer explosionsartig wachsenden Bevölkerung senkt</a><strong><a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/international/demografie-in-afrika-weniger-kinder-mehr-wachstum-ld.1308410">,</a></strong><a style="color: #3679ba;" href="https://www.nzz.ch/international/demografie-in-afrika-weniger-kinder-mehr-wachstum-ld.1308410"> kann im Übrigen in der NZZ nachgelesen werden</a>. </span></p>
<h4><big>Argument 4: Den CO2<span>-Ausstoss dank Verzicht auf Kinder eindämmen</span></big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das vierte Argument, mit Bezug auf eine <a style="color: #3679ba;" href="https://www.theguardian.com/environment/2017/jul/12/want-to-fight-climate-change-have-fewer-children">schwedische Studie</a>, die Kinder als hauptverantwortlich für den Klimawandel identifiziere: Kinder würden den ohnehin begrenzten Platz noch beengter machen. Das ist nun doch etwas kurios, sagt doch die Autorin selbst: «Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ist zwingend für den gedeihlichen Fortbestand der Menschheit». Ich muss wohl in der Biologie schlecht aufgepasst haben, aber ich habe nicht ganz begriffen, wie das mit dem Fortbestand der Menschheit ohne Kinder funktionieren soll.&nbsp; </span></p>
<h4><big>Gegenseitiger Respekt ist gefragt!</big></h4>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Das Fazit der Autorin: Wer sich unbedingt das Hobby Kind leisten wolle, solle das auch selbst bezahlen. Diese Logik ist genauso halbintelligent, wie wenn ich fordern würde, dass die dereinstigen AHV-Beiträge meiner Kinder nur für mich und andere Eltern ausgegeben werden und die kinderlosen Personen bitteschön selber schauen sollen, wie sie sich ihren Lebensabend finanzieren möchten. Spätestens meine beiden Egoprojekte haben mich aber gelehrt, dass das Leben erst richtig schön ist, wenn wir für andere da sind. Für Freunde, für Partner oder für Kinder. Oder für Andersdenkende. Deswegen respektiere ich alle, die sich für Kinder entscheiden und alle, die sich gegen Kinder entscheiden. Solange dieser Respekt auf Gegenseitigkeit beruht. </span></p>
<p><span style="color: #444444; font-size: 1.2em;">Lilith war übrigens gar nicht einverstanden mit meiner Einschätzung: «Nein! Mama! Fjonn ist eine kleine Nervensäge! Ich bin eine grosse Nervensäge!»</span></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch/die-schweiz-braucht-weder-vaterschaftsurlaub-noch-kinder/">Die Schweiz braucht keine Kinder und keinen Vaterschaftsurlaub</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blog.mama-jobs.ch">Mama-Jobs.ch</a>.</p>
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